Kleiner Ausflug

Erwähnte ich, daß, meine KLEine mit einem Plattfuß in Bad Kreuznach stand? Es war eine Folge des Rennens am Henninger Turm und der Tatsache, daß ich (bis zu dem Zeitpunkt) nur eine „Basismitgliedschaft“ im ADAC hatte, was wiederum zur Folge hatte, daß ich nur Abschleppkosten in Höhe von 200Euro vom Automobilclub ersetzt bekam, wobei es sich erschwerend bemerkbar machte, daß der Feiertagszuschlag (1. Mai) für den Abschleppwagen davon abgezogen wurde.

Also, habe ich es kurzer Hand nach Bad Kreuznach schleppen lassen, dort wohnt meine Schwägerin, die hat eine Garage. Wie sich dann herausstellte hat sie auch einen sehr freundlichen Motorradladen direkt um die Ecke, SK-Bikes eigentlich Händler für KTM und Triumph, aber sie haben sich auch meines Reiskochers angenommen, die KLE aus der Garage geholt und einen neuen Reifen aufgezogen, so daß ich am Samstag frohen Mutes per Bahn gen Kreuznach zog um sie abzuholen.
Soviel zur Vorgeschichte.

Die kürzeste Route von Bad Kreuznach nach Hause ist ungefähr 180km lang, und wenn man schön die Autobahn runterbrettert (mit 140 haha) dann kann man das in zwei Stunden schaffen. Ich war mehr als fünf Stunden unterwegs, aber hey….. es war geiles Wetter, eine geile Gegend… wer fährt denn da Autobahn?

Wo ich schon in der Gegend war, beschloß ich mal die Porta Nigra zu besichtigen.

Mitten im Wald

Also erst mal knapp 80km scharf links, gen Westen. Leider hab ich mich dann erstmal vertan und bin auf der A61 gelandet und habe meinen Irrtum dann korrigiert in dem ich bei Rheinböllen
auf die Bundesstraße abgebogen bin und dann erstmal „Meter gemacht“ habe.
Mitten im Wald dann die links abgebildete stillgelegte Tankstelle.

Um es von hier an ein wenig abzukürzen… Trier scheint ganz nett zu sein, eine alte, geschichtsträchtige Stadt halt. Was mir natürlich sofort positiv auffiel ist, daß an jeder Ecke der Innenstadt spezielle Motorradparkplätze mit Stadtplan sind. Ich könnte mir denken, daß es einfach daran liegt, daß Trier ein beliebtes Motorradausflugsziel ist. Ich hab dann dank eines solchen Planes auch die Porta Nigra entdeckt und war natürlich angemessen beeindruckt.

Von Trier aus bin ich dann Richtung Luxemburg gefahren, allerdings nicht in die Stadt, sondern an der Grenze entlang nach Norden, zunächst noch auf der Deutschen Seite, dann ab Echternach auf der Luxemburger, immer dem Lauf des kleinen Flüßchens Sauer folgend. Dann fuhr ich über Bettendorf hinein in die Luxemburger Schweiz und sah mich nach einer langezogenen Linkskurve plötzlich konfrontiert mit einer Burg die definitiv zu groß war, gemessen an der Größe des Tales über dem sie trohnte; sehr eindrucksvoll. Es handelte sich um die Burg von Vianden, einem sehr niedlichen Städtchen, in dem ich gerne eine Pause gemacht hätte, aber ich wollte ja auch mal zu Hause ankommen.

Einschub: Die Straßen in Luxemburg, zumindest in der Gegend in der ich unterwegs war, entsprechen in ihrer Qualität ungefähr den Landstraßen in Rheinland Pfalz, sind also nicht so toll. Da ich aber mit der KLE ein Motorrad habe dem schlechtere Straßen eigentlich gar nichts ausmachen, stört mich das wenig und es passt auch dazu, daß man eh nicht schneller als 90 km/h fahren darf. Im Gegenteil, ein großer Vorteil unebener Straßen ist, daß man relativ unbelästigt von sensiblen Jogurtbechern unterwegs ist. (Übrigens kostete der Liter Normalbenzin 1.15 Euro)

Von Vianden aus bin ich dann durch zauberhafte Our Tal gefahren, durch die Ardennen und bei Dasburg dann wieder nach Deutschland und dann schnurstracks über Prüm, Blankenheim, Schleiden nach Hause, es wurde spät, mein Handy Akku war alle und ich konnte auch nicht mehr gut sitzen.

Fazit nach knapp sechs Stunden und ca. 330km…. einfach geil!