Rösrather Nächte sind lang…

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.. da hilft auch keine Zeitumstellung.

Obwohl ich am Sonntag früh aufstehen musste, bin ich Samstag Abend zur Geburtstagsfeier einer ganz lieben Freundin im Bergischen gewesen, in Hoffnungsthal (oder auch Hopevalley). Aus oben erwähntem Grund verließ ich die Veranstaltung zeitig (so gegen 0 Uhr) machte mein Navi an und ließ mich über Berg und Tal leiten, bis ich in Rösrath auf die Hauptstrasse und den Autobahnzubringer stieß. Um 1 müsste ich im Bett liegen…

Nö!

Ich werde versuchen nicht zu ausschweifend zu werden, vielleicht einfach tabellarisch

  • 0:25 beim Linksabbiegen in Richtung Autobahn geht der Motor aus und lässt sich nicht mehr starten. Anlasser dreht, aber nix passiert. Ich stehe auf einer Brücke, rechts neben mir McDonalds
  • Ein freundlicher Mitbürger beobachtet meine Bemühungen das Auto alleine von dort weg zu bewegen und hilft mir das Auto von der Brücke zu schieben.
  • 0:45 ich rufe den ADAC an schildere meine Notlage und gebe Automodell (Astra) -Farbe (blau) Kennzeichen (DN-xx) und ADAC Nummer durch.
  • Die Frage nach dem Standort versuche ich mit Hilfe meines Navis zu klären. Die freundliche Dame vom Autoclub schlägt mir vor, die Koordinaten durchzusagen. Leider kann sie mit der Angabe meines Navis nichts anfangen, ihr PC braucht ein anders Format.
    Dafür hängt sie jetzt in der Eingabemaske fest und kommt nicht mehr raus
  • 5 min später: Ihre Kollegin ist fertig mit ihrem Fall und lässt meine Gesprächspartnerin an den Rechner. Gemeinsam finden wir meinen Standort raus.
  • Sie verspricht, dass Hilfe unterwegs ist, ich sage ihr, dass ich bei McD warte verabschiede mich, verschließe den Wagen und mache mich auf den Weg zum Restaurant.
  • Aus dem Laden kommt mir eine Frau in McDonalds Outfit mit Telefon entgegen „warten Sie auf den ADAC? Ich hab die hier am Telefon, denen ist wohl der Rechner abgeschmiert“.
  • Ich gebe der ADAC Frau nochmal meine Handynummer und bitte sie mich dort anzurufen, damit die McD Dame ihr Telefon wieder haben kann.
  • Sie ruft mich an „Sie müssten mir alle Daten nochmal geben. Automodell?“ „Astra Combi“ „Ach ich hätte schwören können es wäre ein Vectra. Die Farbe war Schwarz?“ und so weiter. Ich bin froh, dass sie nochmal angerufen hat, sonst hätte mich nie jemand gefunden.
  • Die sehr nette Frau von McD spendiert (!) mir einen Cappuccino
  • 0:55 Uhr: Rekordverdächtige 15 Minuten später klingelt der Pannendienst
  • 15 Minuten später eine vorsichtige Diagnose der beiden Helden in Gelb: „Vermutlich die Kraftstoffpumpe (klingt teuer). Da könne wir nix machen. Ich ruf mal in München an (ADAC Zentrale) wegen Abschleppdienst.“
  • 5 Min. später: „Die werden sie in den nächsten 10 Minuten anrufen und ihnen die Firma sagen die kommt und wann er ca. da sein wird.“
  • Wir gehen zusammen zu McD.
  • gegen 1:40 Uhr verabschieden sich die freundlichen ADAC Kollegen, kein Anruf aus München. McD. schließt um 2:00 Uhr
  • Um 1:55 ruf ich beim ADAC an „Ja, ich sehe ihren Vorgang, nein, wir rufen nicht an, der Abschleppdienst ruft an, kurz bevor er da ist“ Ich: „Aber die Kollegen haben doch gesagt…“ „Nein nein, der Fahrer wird sie anrufen bevor er kommt. Hier steht eine Firma XYZ alles ist ok, gute Nacht.“ (etwas verkürzt)
  • Die erwähnte Firma XYZ ist übrigens der bereits satt aber nicht helfen könnend wieder abgereiste Pannendienst, der Abschleppwagen kommt wo anders her. (Aus Hürth, wie ich später erfuhr)
  • 2:00 Mein Palm erzählt mir eins von Zeitumstellung, im McD Radio reden sie auch davon, also ist es jetzt 3 Uhr. Ich wollte doch um 6 auftsehen…
  • Die immer noch sehr freundlichen McD Damen lassen mich weiter drin warten während sie Feierabend machen, die Stühle hochstellen und mir noch unbedingt was zu trinken anbieten wollen.
  • 3:25 Uhr MESZ: Ich sehe draußen was blinken, ungefähr da wo mein Auto stehen müsste, verabschiede mich von meinen neuen Freundinnen, lasse mir die Tür aufschließen und gehe zum Auto.
  • Als ich 10m vor dem Auto bin, klingelt das Telefon, ich geh nicht dran.

Der Rest ist unspektakulär und schnell erzählt. Auto hoch auf den Wagen gezogen (Premiere für den einzuschraubenden Abschlepphaken) Dann mit 170 PS und 140 Sachen gen Heimat. Um 4:30 MESZ war das Auto abgeladen und ich daheim. Nach einigem Ringen mit mir und meinem Schweinehund beschließe ich, dass 7 Uhr Aufstehen auch reichen muss um um 9:00 mit dem Motorrad in Frechen zu sein zum Fahradrennenbegleiten Köln Schuld Frechen, aber das ist eine andere Geschichte.

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