DFB Rückzieher

DFB-Präsidentschaft
Theo Zwanziger tritt nicht zurück
Von Michael Horeni

29. Januar 2009 Theo Zwanziger hat seine Ankündigung zurückgenommen, im Falle einer Niederlage im Rechtsstreit gegen den freien Journalisten Jens Weinreich vom Amt des DFB-Präsidenten zurückzutreten.

Jemand überrascht bis hierhin? Nein, ich denke nicht. Hätte er tatsächlich ernst gemacht und wäre im Falle einer (zu erhoffenden) Niederlage zurück getreten, wäre er meines Wissens nach der erste Top-Funktionär, der nachgewiesene Unwissenheit und mangelnde fehlende Fähigkeit zum Umgang mit der Welt wie sie im Jahr 2008/09 nun mal ist, als (berechtigtes) Motiv her nimmt um die Brocken hin zu schmeißen. Aber, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt:

„Das Gefühl der Ohnmacht, mit solchen neuen kommunikativen Mitteln nicht fertig zu werden, hat sich mittlerweile gelegt. Das verändert meine Zukunftsperspektive“, sagte der DFB-Präsident der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Oh, das beruhigt mich ja kolossal, hatte ich mich doch schon um den kleinen Theo gesorgt.

In der Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am vergangenen Freitag seien die Voraussetzungen geschaffen worden, um sich im Internet künftig „besser gegen ungerechtfertigte Angriffe wehren zu können. Das ist der Schutz, den ich erwarte und der in erster Linie durch aktive und verbesserte Internet-Kommunikation gewährleistet werden muss und kann. Wenn dies geschieht, dann hat das Amt des DFB-Präsidenten weiter die Faszination, die es immer für mich hatte.“
via DFB-Präsidentschaft: Theo Zwanziger tritt nicht zurück – Fußball – Sport – FAZ.NET.

Man muß es sich auf der Zunge zergehen lassen.

Mich würden diese Voraussetzungen interessieren und was der DFB, bzw. seine EDV IT-Berater dem, nach wie vor ahnungslosen Mann eingeredet haben wie denn der Schutz „gegen Angriffe aus dem Internet“ den er erwarte aussehen soll. Ein neuer Virenscanner? Eine Advokatenkarte?
Am besten wäre es doch sich einfach gar nicht mehr zu äußern, dann kommt auch keiner und beschimpft einen deswegen im pösen, pösen Internet.
Aber dann könnte er ja auch gleich zurücktreten.