Am Ende ist es immer ein Frage des Geldes

Den albernen Streit zwischen dem großen DFB und den „kleinen“ (weil Einzelkämpfer) Sportjournalisten Jens Weinreich habe ich ja schon hin und wieder thematisiert. In letzter Zeit ist es an der Medienfront wieder etwas ruhiger geworden aber der Streit besteht nachwievor, der abstruse Vorwurf des gekränkten DFB Bosses ist weder gerichtlich noch sonst irgendwie vom Tisch. Der größte Deutsche Sportverband scheint sich auf seine größte Tugend zu besinnen, nämlich die Taschen voller Geld zu haben und jetzt wird gepokert.

Der DFB versucht durch Forderungen den Streitwert zu erhöhen oder einfach durch die Dauer des „Verfahrens“die Einsätze so hoch zu schrauben, dass der Gegner freiwillig die Karten hin wirft aus Angst um seine persönliche Existenz, denn neben den Kosten kommt der Journalist nicht zum schreiben wenn er sich um den Mist kümmern muss und somit kommt auch kein Geld in die Kasse. Dass der DFB mit seinem Bluff allein auf Grund der im Vergleich unermesslichen Geldbörse durchkommt ist die große Sorge und hier hat Jens Weinreich nun den Rettungsanker ausgeworfen:

Wie bereits erwähnt, Ende November, als hier tageweise knapp 10.000 Menschen vorbei schauten, wollte ich auf Spenden, die mir angeboten wurden, verzichten. Ich hatte kurzzeitig vor, einen pdf-Reader zu schreiben und als Pay-as-you-want online anzubieten. Davon bin ich schnell abgekommen, aus zwei simplen Gründen: Erstens musste ich mich inhaltlich unbedingt vom verzehrenden DFB-Thema entfernen, mich entkrampfen und mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren. Zweitens war es mir peinlich.

Diesen Skrupel habe ich nun überwunden. Wenn es nun wiederum andere peinlich finden, dass ich um Spenden bitte, muss ich damit leben. Was man im DFB darüber denkt, ist mir ohnehin egal.
via: Zwanziger/DFB ./. Weinreich: Spenden und Mitleidsbekundungen

Ich hoffe, dass sich viele beteiligen. Sicher gibt es auf der Welt auch andere Ziele für die zu Spenden sich vielleicht, objektiv gesehen, mehr lohnen würde. Hier steht aber für alle die im Netz schreiben ein Stück Meinungsfreiheit auf dem Spiel. Es darf eben nicht sein, dass am Ende der mit dem Geld sagt was geschrieben werden darf und was nicht.

Nachtrag
Die Aktion hat übrigens den schönen Namen 20er gegen 20er