Schuldner

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Heute erhielt die Tochter™ einen freundlichen Brief Zahlungsaufforderung der Deutschen Bahn, Abt. Fahrpreisnacherhebung (wieso bin ich nicht überrascht, dass die Rechtschreibkorrektur mit dem Wort nichts anfangen kann?). Darin wird sie, mit Datum vom 24.8., freundlich aufgefordert bis zum 2. September den noch offenen Betrag von 47,- Euro zu zahlen da

ansonsten der Vorgang „ohne erneute Mahnung einem Inkassoinstitut
zur Beitreibung der Forderung übergeben werde.

Vorgeworfen wird ihr:

Sie konnten bei der Prüfung der Fahrausweise auf Ihrer Fahrt am 23.07.2010 keinen bzw. keinen gültigen Fahrausweis vorlegen.

Oh weh, oh weh…

Allerdings… Wie ich hier schrieb ist oben erwähnte Tochter am 16. Juli zu einer 14 tägigen Jugendreise aufgebrochen, war also am 23.07.2010 ungefähr 900 Kilometer vom Streckennetz der DB entfernt. Dazu kommt, dass ihr Anfang Juli bei einer „School is out“ Party am Dürener Badesee die Brieftasche mit Schülerausweis und Regionalticket geklaut worden war, hier höre ich übrigens die Nachtigall trapsen.

Also flugs zum Telefon gegriffen, und die 14 ct/Min Nummer angerufen um mir vom Automaten sagen zu lassen, dass Reklamationen aus Fahrpreisnacherhebungen ausschließlich schriftlich, gerne auch per Webseite geltend gemacht werden können.
Gut dann eben die Webseite erklommen und Formular ausgefüllt. Freundlicher Weise wird man, bzw. in dem Fall meine Tochter direkt als Schuldner tituliert obwohl es sich doch um eine Reklamation handelt und man ja vielleicht auch erstmal… Unschuldsvermutung und so… aber das wird wohl zu spitzfindig sein. Also ausgefüllt und obige Begründung eingetippt. Tatsächlich kam prompt eine Bestätigung per Mail:

Ihre Mitteilung ist bei uns eingegangen. Nach der Bearbeitung nehmen wir mit Ihnen bei Bedarf unaufgefordert Kontakt auf. Eine Benachrichtigung erfolgt per Post. Aufgrund des erhöhten Posteingangs bitten wir um Verständnis, dass sich die Beantwortung Ihres Anliegens verzögern wird. Bis dahin bitten wir um etwas Geduld.

Na da bin ich ja mal gespannt wie das mit dem Beschwerdemanagement der DB und ob es überhaupt bis zum 2. September klappt.