{"id":3512,"date":"2017-06-28T23:50:19","date_gmt":"2017-06-28T21:50:19","guid":{"rendered":"http:\/\/g.kowallek.com\/?p=3512"},"modified":"2017-06-28T23:50:19","modified_gmt":"2017-06-28T21:50:19","slug":"der-lu-lu-ludwigstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g.kowallek.com\/wp\/?p=3512","title":{"rendered":"Der Lu &#8230; Lu &#8230; Ludwigstein"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/g.kowallek.com\/wp-content\/uploads\/20080706-06072008395-1-700x175.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3522\"\/><\/figure>\n\n\n<p>Fr\u00fcher&#8230;.. also wirklich fr\u00fcher, als ich noch ein Kind und dann ein Jugendlicher war, sind unsere Eltern mit uns (es gibt da noch eine au\u00dfergew\u00f6hnlich gut geratene kleinere Schwester) also mit uns in fast allen Ferien in ein kleines Dorf in Hessen, unweit der sog. Zonengrenze gefahren. In der Regel waren wir dort vom ersten bis zum letzten Ferientag und im Laufe der Jahre akzeptierter Bestandteil des Dorflebens. (&#8222;Die Berliner&#8220;) Keine Ahnung wie unsere Eltern das hin bekommen haben. Auf jeden Fall gab es dort ein sehr kleines Fachwerkh\u00e4uschen, Ofenheizung und viel Landleben. Wir haben es geliebt.<br>\nZu den Reiseritualen geh\u00f6rte es, ab ungef\u00e4hr H\u00f6he Witzenhausen am Autofenster zu kleben und der Lu &#8230; Lu &#8230; zu murmeln bis schlie\u00dflich einer seiner Ansichtig wurde und frenetisch &#8222;der Ludwigstein*&#8220; &nbsp;ins Auto br\u00fcllte. Im obigen Bild findet er sich rechts der Mitte.<br>\nDa war klar, man ist gleich da, man ist gleich zu Hause zumindest f\u00fcr die Ferien.<br>\nAuf dem R\u00fcckweg erf\u00fcllte eine \u00e4hnliche Funktion der Berliner Funkturm wenn auch vielleicht von ein bisschen weniger Enthusiasmus begleitet.<\/p>\n<p>Irgendwann wurde ich gr\u00f6\u00dfer, selbstst\u00e4ndiger und zog von Berlin weg. Dann wurde eine Zeit lang das gro\u00dfe, leuchtende Bayer Kreuz an der A1 zum Signal f\u00fcr &#8222;gleich zu Hause&#8220; auch wenn es bis zur Eifel noch ein St\u00fcck war. Noch sp\u00e4ter war es dann, nat\u00fcrlich, der K\u00f6lner Dom, wahlweise von der A4 oder aus dem ICE ersp\u00e4ht. Mit der nach au\u00dfen getragenen Euphorie war es da nicht mehr so weit her, man freute sich mehr innerlich, aber oft von einem L\u00e4cheln begleitet und dem Wissen bald die eigene Wohnungst\u00fcr zu \u00f6ffnen und zu Hause zu sein.<\/p>\n<p>Heute bin ich mit der Dicken Liese\u2122(BMW) durch teilweise schweres Wetter, sechs Stunden von K\u00f6ln nach Hamburg gefahren. Ich glaube \u00fcberhaupt erst das zweite mal nicht mit dem Zug. Und wie ich so auf der grau melierten A7 dem Elbtunnel zustrebte und die Unmengen von typisch blau-roten Hafenkr\u00e4nen sah&#8230;. &nbsp;Schon komisch. Ja, es hatte was heimeliges, etwas bewunderndes, es war ein &#8222;nach Hause&#8220; kommen aber es hatte auch etwas trauriges weil ja immer noch nichts klar ist.<\/p>\n<p>Aber der Mensch ist wandelbar, das wusste schon Asterix**: Ubi bene, ibi patria!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>*<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burg_Ludwigstein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Burg Ludwigstein<\/a><br>\n**bzw. der griechische Dichter&nbsp;&nbsp;<a title=\"Aristophanes\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aristophanes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aristophanes<\/a><br>\n<em>(beides Wikipedia.de Links)<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;Zu den Reiseritualen geh\u00f6rte es, ab ungef\u00e4hr H\u00f6he Witzenhausen am Autofenster zu kleben und der Lu &#8230; Lu &#8230; zu murmeln bis schlie\u00dflich einer seiner Ansichtig wurde und frenetisch &#8222;der Ludwigstein*&#8220; \u00a0ins Auto br\u00fcllte. 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